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Buch (Plural Bücher)
Ein Buch (Plural Bücher) ist eine mit einer Bindung und meistens auch mit Bucheinband (Umschlag, englisch Cover) versehene Sammlung von bedruckten, beschriebenen, bemalten oder auch leeren Blättern aus Papier oder anderen geeigneten Materialien.
Zudem werden einzelne Werke oder große Textabschnitte, die in sich abgeschlossen sind, als Buch bezeichnet, insbesondere wenn sie Teil eines Bandes sind. Das ist vor allem bei antiken Werken, die aus zusammengehörigen Büchersammlungen bestehen, der Fall – Beispiele hierfür sind: Die Bibel und andere normative religiöse Schriften, die Aeneis.
Elektronisch gespeicherte Buchtexte werden als digitale Bücher (englisch e-book) bezeichnet.
Eine andere moderne Variante des Buches ist das Hörbuch.
Hauptartikel: Buchgeschichte
Die ältesten Vorläufer des Buches waren die Papyrusrollen der Ägypter, von denen das älteste bekannte Exemplar über 5000 Jahre alt ist (Siehe auch Geschichte der Schrift).
Die Griechen und Römer übernahmen die Papyrusrollen; bis sie ab dem 1. Jahrhundert allmählich vom Codex abgelöst wurden. Der Codex bestand aus mehreren Lagen Pergament, die in der Mitte gefaltet und zusammengeheftet wurden, prinzipiell bereits genauso wie im heutigen Buch.
Teil der Skulptur "Der moderne Buchdruck" beim Berliner Walk of Ideas zur Erinnerung an Gutenbergs ErfindungAb dem 14. Jahrhundert wurde das Pergament allmählich durch das billigere und viel einfacher zu produzierende Papier ersetzt. Die erste Papiermühle in Deutschland war die des Ulman Stromer in Nürnberg im Jahr 1390. Die von der Erfindung des Buchdrucks (ca. 1450) durch Johannes Gutenberg bis zum Jahr 1500 gedruckten Bücher werden Inkunabel oder Wiegendruck (aus der Zeit, als der Buchdruck noch in der Wiege lag) genannt.
In Korea wurde rund 200 Jahre vor Johannes Gutenbergs Erfindung in Europa der Buchdruck mit beweglichen Lettern aus Metall entwickelt, vermutlich eine Weiterentwicklung chinesischer Druckmaschinen bereits im 11. Jahrhundert mit Tonlettern. Korea präsentiert das im Oktober 2005 als Gastland auf der Frankfurter Buchmesse, die schon zu Gutenbergs Zeit die hier erfundene Buchdruckkunst verbreitete (in Korea fehlte ein entsprechendes).
Die schnelle Verbreitung der neuen Technik in ganz Europa und die stetige Verbesserung und Weiterentwicklung des Buchdrucks und der Herstellung von Papier machten das Buch zur Massenware, was eine wesentliche Voraussetzung für die Reformation und später für das Zeitalter der Aufklärung wurde. Wissen wurde zum Allgemeingut im Abendland.
Schrift und Bild waren im Buch des Mittelalters eine Einheit. Künstler des Bauhauses schufen im 20.Jahrhundert Bücher von hohem gestalterischen Niveau, die dem Bereich Druckgrafik zuzurechnen sind. Diese Künstlerbücher erscheinen in kleinen limitierten Auflagen.
Im dritten Jahrtausend erscheint schließlich dann auch das digitale Buch auf dem Online-Buchmarkt
Der Digitaldruck erlaubt kostengünstige Auflagen ab einem Exemplar: Book on demand
Ökonomie des Buches Als ökonomisches Produkt betrachtet, weist das Buch mehrere Besonderheiten auf.
Dem Käufer erschließt sich der Nutzen meist erst nach der vollständigen Rezeption
Der Produktlebenszyklus ist ungewöhnlich lang
Bücher, die auf keine Nachfrage stoßen, haben keinen ökonomischen Wert
Die gesamte erwartete Nachfragemenge muss auf Lager genommen werden
Diese Besonderheiten machen das Buch zu einem spekulativen Wirtschaftsgut mit hohen Risiken für den Produzenten (Verleger).
Im Unterschied zu anderen Medienprodukten refinanziert sich das Buch in der Regel nur über eine Erlösquelle, den Vertriebserlös. Als Werbeträger spielt das Buch nur eine untergeordnete Rolle.
Der Text dieses Beitrags stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU Free Documentation License. Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.